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„Ramen – selbst gemacht“ von Florian Ridder

Ramen sind wie ein Drei-Gänge-Menü in einem Gericht: eine Suppe, die Nudeln als Hauptgang und die Toppings sind so etwas wie die Vorspeise. Bei Ramen kann man die unterschiedlichen Zutaten ganz nach Belieben, Geschmack oder Ernährungsstil kombinieren. Shoyu, Dashi, Miso, Umami oder Furikake – wer bei all den Fachbegriffen rund um die japanische Delikatesse den Überblick verliert, braucht dieses Buch! Mit detailreichen Erklärungen, farbenfrohen Illustrationen, hochwertigen Fotografien und kreativen Rezepten kann jeder selbst seine eigenen besonderen und geschmacksintensiven Ramen zubereiten.

Gibt es was besseres in dieser Jahreszeit als eine nahrhafte Suppe? Für mich eigentlich nicht – als großer Fan der asiatischen Küche liebe ich frische Ramen. Bisher nur in Restaurants gegessen und noch nie selbst gemacht. Das ändert sich jetzt aber mit dem hier vorgestellten Buch.

Florian Ridder, ein Koch aus der Sterneküche, nimmt uns mit diesem Kochbuch mit nach Japan. Schon immer ein Fan von Nudeln mit Soße hat Florian seine Liebe zu den japanischen Nudeln in Singapur entdeckt. Für ihn war klar, dieses Gericht mit eigener Interpretation muss er nach Deutschland bringen.

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Bevor es los geht mit den leckeren Rezepten, wird der Leser und Hobbykoch erstmal in die Welt der Fachbegriffe eingeführt. Wer kann schon von sich aus behaupten, dass er Umami und Kokumi oder gar Kansui kennt? Für mich waren jedenfalls viele Begriffe neu.

Das Buch „Ramen“ wartet mit Rezepten aus Altona, vom Grindel und aus dem Karoviertel auf. Neben Suppen gibt es auch „handfeste“ Rezepte zu entdecken, ebenso wie leckere Desserts. Alle Rezepte lassen sich weiterentwickeln und den eigenen Gewohnheiten und Lieblingszutaten anpassen.

Die wenigsten Rezepte in diesem Buch sind im klassischen „Für 4 Personen“-Format. So funktioniert Ramen-Küche einfach nicht.

Das Kochbuch ist sehr ansprechend gestaltet, sowohl von den Fotografien als auch von den Texten und Rezepten. Allerdings muss ich sagen, dass man mal nicht eben mal geschwind sich „Ramen“ zubereiten kann. Es ist schon eine gewisse Vorbereitungszeit erforderlich. Ebenso wie das Beschaffen von besonderen Zutaten. Wenn man diese aber mal im Vorratsschrank hat und alles ein bisschen plant, dann wird man mit super leckerem Essen belohnt.

Fazit: Für alle Freunde der japanischen Küche ist dieses Buch eine tolle Inspiration. Obwohl man sich erst ein paar Zutaten anschaffen muss und auch ein bisschen Planung beim Kochen braucht, lohnt sich das allemal. Da die Rezepte auch so ausgelegt sind, dass man eher zu viel als zu wenig kocht, hat man dann später auch noch einen gewissen Vorrat. Und wenn man mal ein besonderes Essen mit der Familie oder Freunden plant, kann man hier auf jeden Fall die volle Punktzahl erreichen.

5/5

Erschienen ist „Ramen“ im Südwestverlag, ISBN 978-3-517-09990-3 und kostet 18,- €

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