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„Killgame“ von Andreas Winkelmann

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Klappentext


Das Mädchen hat Angst. Seit Tagen ist sie in einem Verschlag unter der Erde gefangen. Jemand öffnet die Klappe und wirft Laufkleidung herunter. Sie klettert aus ihrem Gefängnis und beginnt zu rennen. In die Freiheit. In den Wald. Da zischt der erste Pfeil haarscharf an ihrem Kopf vorbei…
Dries Torwellen hat geschworen, seine Nichte Nia zu finden, die von zu Hause ausgerissen ist. Die Spur führt ihn zu einer Lodge in den tiefen Wäldern Kanadas. Ihre Betreiber werben mit einem einzigartigen Urlaubserlebnis. Einem Erlebnis, das alle Grenzen sprengt…

Meine Meinung


Zu Beginn lernen wir ein Mädchen kennen, welches in einem Erdloch gefangen gehalten wird. Nach Tagen des Marthyriums bekommt sie Sportkleidung um so in die tiefen Wälder zu fliehen und einen Weg in die Freiheit zu finden. Was sie nicht weiß ist, dass hier Jagd auf sie gemacht wird.
Dann begegnen wir Nia. Ausgerissen von zuhause mit einem unbändigen Drang nach Freiheit. Raus aus der engen Stadt, raus aus Deutschland. Ihr Onkel Dries soll sie finden und wieder zurück bringen. Die Spuren zu Nia führen Dries schließlich nach Kanada. Er weiß, dass Nia dort irgendwo in den Wäldern ist und um ihr Leben kämpft.

Ich habe nahezu alle Thriller von Andreas Winkelmann gelesen. Deshalb war ich auch sehr gespannt auf sein neuestes Werk „Killgame“. Der Anfang verpricht ein Pageturner zu werden, doch dann braucht die Geschichte etwas Zeit um so richtig in Fahrt zu kommen. Es gibt Action, jede Menge Leichen und Misteriöses, da Dries noch mit seiner verstorbenen Zwillingsschwester verbunden ist. Die Erzählungen sind manchmal etwas zu ausschweifend und anfangs zusammenhanglos. Winkelmann wechselt zwar oft die Schauplätze, dennoch kommt die Geschichte nur schleppend in Gang. Bemerkenswert ist aber, wie am Ende die ausgelegten Fäden alle zusammen laufen.

Obwohl es die eine oder andere Wendung gab, war alles doch recht vorhersehbar. Super fand ich jedoch die Zeit in Kanada. Hier baut der Autor den Spannungsbogen so richtig gut auf und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Auch konnte ich mit den Protagonisten nicht so richtig warm werden. Nia war mir zu leichtgläubig und naiv, obwohl sie tief in ihrem Inneren eine starke Persönlichkeit ist. Viel zu oft hat sie irgendwelchen Typen in sozialen Netzwerken ihr Vertrauen geschenkt und hat Hals über Kopf ihr Elternhaus verlassen. Ihr Onkel Dries war dagegen der immer starke Typ der alle findet. Erst bei der Polizei, dann bei der Fremdenlegion und zum Schluss als „Aufspürer“ für Menschen, die nicht gefunden werden wollen. Nichts kann ihn stoppen, er ist ein Kämpfer.

Fazit


Auch wenn es nicht der beste Thriller aus der Feder von Andreas Winkelmann ist, so hat er mich dennoch gut unterhalten. Ob er für euch das Richtige ist, das müsst ihr einfach selber rausfinden. Actiongeladen in den Wäldern Kanadas ist er allemal.

3/5

Eckdaten


„Killgame“ von Andreas Winkelmann// Wunderlich Verlag // März 2016// 432 Seiten // Taschenbuch // ISBN: 978-3-8052-5080-1 // Preis: 14,99 €

Über den Autor


Andreas Winkelmann, geboren im Dezember 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen. Bei Wunderlich erschienen bisher seine sehr erfolgreichen Thriller «Wassermanns Zorn» und «Deathbook».

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Wunderlich Verlag

 

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