Rezensionen, Romane

Fünf Tage die uns bleiben

Mara, erfolgreiche Rechtsanwältin, erfährt mit Ende 30, dass sie an einer unheilbaren Krankheit erkrankt ist. Corea Huntington ist das böse, welches in ihr wütet. Während ihr Körper zunehmend verfällt und die Krankheit die Oberhand übernimmt, ist Maras Geist klar. Nach der Diagnose vor 4 Jahren hat sie bereits beschlossen ihrem Leben ein Ende zu machen, wenn es schlimmer wird und sie noch die Kontrolle über sich selber hat. Stichtag sollte dann der darauffolgende Geburtstag sein. Aus Liebe zu ihrer Tochter und aus Liebe zu ihrem Mann. Dennoch plagen Mara Zweifel in den letzten 5 Tagen bis zu ihrem Vorhaben, da auch sie wie wohl jeder Mensch am Leben und ihren Liebsten hängt. Wie wird sich Mara wohl entscheiden ?
Und dann gibt es da noch Scott, einen Lehrer und momentan Pflegevater für Curtis. Auch ihm verbleiben nur noch 5 Tage, bis Curtis wieder zu seiner leiblichen Mutter soll. Auch Scott ist der Verzweiflung nahe, weil er seinen Pflegesohn über alles liebt und es nicht akzeptieren kann, dass dieser ihm nun nach einem Jahr wieder entrissen werden soll.
Beide Fälle haben etwas miteinander zu tun und der Autorin ist es auf eine wundervolle Weise geglückt, diese zu verbinden.
Der Roman ist sehr bewegend, einfühlsam und voller Gefühle geschrieben, dass es mir sehr schwer gefallen ist, dass Buch zur Seite zu legen. Voller Mitgefühl habe ich sowohl Maras wie auch Scotts Geschichte gelesen und auch die eine oder andere Träne ist geflossen. Ich war immer ganz in dem Buch und der Aufbau der Gefühlwelt war genau im richtigen Tempo.
Ehrlich gesagt hatte ich zuvor noch nie etwas von der Huntington Krankheit gehört, dementsprechend schockiert war ich auch, als ich diese nun kennengelernt habe. Ich habe mich oft gefragt, wie ich wohl in Maras Fall entschieden hätte, doch ich finde darauf keine Antwort. Denn bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt.
Mein Fazit
Auch wenn es keine leichte Lektüre ist, so kann ich dieses Buch jedoch wärmstens empfehlen. Legt euch ein Päckchen Papiertaschentücher bereit und gebt euch ganz den Gefühlen hin.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Lübbe Verlag

Weitere Rezensionen zu „Fünf Tage die uns bleiben:
Meine Welt der Bücher

 

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2 Kommentare

  1. Hallo Sarah,

    ich habe „5 Tage, die uns bleiben“ vor ein paar Tagen auch gelesen und bereits auf meinem Blog rezensiert.
    Mir ist es haargenauso mit dem Roman gegangen wie dir. Ich wusste erst auch nicht viel von der Krankheit Chorea Huntington und an Maras Stelle hätte ich auch nicht gewusst, wie ich mich entscheiden soll – aber das kann man vielleicht auch echt nur, wenn man selbst mit so einer Diagnose konfrontiert ist. Aus meiner jetzigen Sicht hätte ich nicht den Mut, so einen Schritt zu gehen, wie Mara ihn gegangen ist …
    Mich hat diese Geschichte auch so sehr berührt und ich fand sie persönlich sogar noch VIEL emotionenproduzierender als „Ein ganzes halbes Jahr“ von Moyes. Ich habe wirklich schon sehr lange bei keinem Buch mehr geweint. Das Buch von Julie Lawson Timmer hat es aber geschafft, dass ich am Ende Rotz und Wasser geheult habe. 😉

    Ist es in Ordnung für dich, dass ich deine Rezension in meiner unter der Überschrift „Weitere Rezensionen zu vorgestelltem Buch“ verlinke? Wenn nicht, dann sag mir einfach kurz Bescheid, dann lösche ich dich wieder raus, ja?
    http://janine2610.blogspot.co.at/2015/08/rezension-funf-tage-die-uns-bleiben.html

    Alles Liebe ♥,
    Janine

    1. Sarah says:

      Liebe Janine,

      vielen Dank für deinen Kommentar und über die Verlinkung. Da freue ich mich sehr darüber 🙂

      Du hast Recht, das Buch „Ein ganzes halbes Jahr“ habe ich auch gelesen. Dieses hat mich auch sehr berührt und in diesem Zusammenhang habe ich auch das erste Mal etwas über die Sterbehilfe in der Schweiz gehört.
      Aber dieser Roman war, wie du sagst, viel emotionsgeladener.

      Liebe Grüße
      Sarah

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