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Allgemein, Thriller

„Entführt“ von Patrick Burow

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Klappentext

Julia und ihr Mann Alexander erleben den schlimmsten Albtraum aller Eltern: Während eines Ostsee-Urlaubs verschwindet ihr fünfjähriger Sohn Finn in einem Freizeitpark spurlos. Die groß angelegte Suche der Polizei verläuft ergebnislos und sie müssen ohne ihren Sohn nach Hause fahren. Drei Jahre später ist Finn weiter wie vom Erdboden verschluckt. Der Fall ist längst kalt geworden. Julia und Alexander wenden sich verzweifelt an das Cold-Case-Team. Es ist ihre letzte Hoffnung. Ex-Staatsanwalt Thomforde und sein ungewöhnliches Ermittlerteam rollen den Vermisstenfall neu auf. Hatte Alexander, ein bekannter Schönheitschirurg, Feinde, die sich durch eine Entführung von Finn gerächt haben? Steckt ein Darknet aktiver Pädophilenring dahinter? Oder ist Finn in die Fänge eines einschlägig vorbestraften Kinderschänders geraten?

Meine Meinung

Gibt es schlimmeres für Eltern, als wenn das eigene Kind plötzlich spurlos verschwindet und „Entführt“ wurde ? Genau so erging es dem Ehepaar Rosenthal vor drei Jahren in ihrem Ostsee-Urlaub. Ihr fünfjähriger Sohn Finn fährt in einer Geisterbahn und kommt nicht mehr hinaus. Lediglich ein leerer Waggon kommt den Eltern entgegen. Nachdem auch die örtliche Polizei nichts gefunden hat, was das Verschwinden von Finn aufklärten könnte, wenden sich Julia und Alexander nach drei Jahren an das Cold-Case-Team.
 
Michael und sein Team rollen den Fall neu auf und müssen tiefen menschlichen Abgründen im Darknet ins Auge blicken. Sie durchforsten einen Pädophilenring nach dem anderen, müssen sich viel Leid anschauen und kommen und haben doch nicht die gewünschte heiße Spur.
 
Das Ermittlerteam ist ein sehr sympathischer Haufen über die man gerne noch etwas erfahren möchte. Michael, der Ex-Staatsanwalt, Renate die Polizeipsychologin, Jan der ehemalige SEK-Leiter und Sasha, die Computerexpertin. Alle machen einen guten Job und sind durchweg sympathisch. Neben der Fallaufklärung müssen sie sich auch noch gegen den Polizeipräsident behaupten, der ihnen so gar keine Erfolge gönnt und alle am liebsten kündigen würde.
 
Der Autor, Patrick Burow, weiß genau von was er schreibt. Als Strafrichter hatte er schon oft mit solchen Gräueltaten zu tun. Obwohl ich immer dachte Juristen sind langweilig, musste ich mich mit „Entführt“ eines besseren belehren lassen. Der Schreibstil ist rasant, spannend und überhaupt nicht langweilig. Die Kapitel sind kurz gehalten und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. „Entführt“ ist bereits der zweite Teil des Cold-Case-Teams und obwohl ich den ersten Teil nicht kenne, kommt man sehr gut in die Story hinein.

Fazit

Wer auf spannende Thriller steht, dem kann ich „Entführt“ sehr empfehlen. Obwohl es manchmal keine leichte Kost ist, gerade wenn es um Pädophile und Kinder geht, kann ich es dennoch empfehlen. Patrick Burow hat es geschafft, den Spannungsbogen sehr weit oben zu halten und dem Leser doch nicht jedes Stückchen so detailliert vorzulegen, dass man nicht weiterlesen kann.

5/5

Eckdaten

„Entführt“// Oktober 2021 // 332 Seiten // Broschiert // 9,99 €

Über den Autor

Dr. iur. Patrick Burow wurde in Hamburg geboren, studierte dort Jura und promovierte. Er wurde 1996 zunächst Staatsanwalt und 1998 Richter. Als Strafrichter weiß er aus eigener Erfahrung, wovon er in seinem Thriller erzählt. Er hat schon mehr als zwanzig Bücher geschrieben, unter anderem Juristenhumorbücher, Sachbücher und Thriller.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

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