Rezensionen, Romane

Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Seit vier Jahren schon kämpft Rabbit Hayes gegen den Krebs. Eigentlich dachte sie, dass der Kampf gegen den Brustkrebs gewonnen sei, bis festgestellt wurde, dass nun auch die andere Seite betroffen ist. Doch Rabbit ist eine Kämpfernatur und nimmt erneut den Kampf auf. Leider vergeblich. Nach einem schlimmen Knochenbruch ist klar, dass der Krebs gestreut hat. Diagnose: Krebs im 4. Stadium. Daraufhin wird sie in ein Hospiz verlegt, um die letzten Tage die beste Versorgung zu genießen.

Anna McPartlin hat es auf wunderbare Weise geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen. Die Kapiteleinteilungen sind toll gemacht, denn es wird von unterschiedlichen Personen und unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. So bleibt es immer spannend und man lernt die einzelnen Charaktere sehr gut kennen. Viele Erinnerungen machen die Geschichte lebendig und so kann man sich sehr gut die einzelnen Personen vorstellen.

Bei diesem Roman steht nicht nur der Krebs und das damit verbundene Sterben im Vordergrund, sondern auch die Familie und der Familienzusammenhalt. Auch die Gefühle von allen, können wunderbar nachgespürt werden. Grenzenlose Wut, Machtlosigkeit, Traurigkeit, Enttäuschung…. Eine Geschichte, die mich nachhaltig beschäftigt. Die Tränen, welche am Ende des Buches fließen, können gar nicht zurückgehalten werden.

Mein Fazit
Das Sterben gehört zum Leben, auch wenn es heute immer mehr in den Hintergrund rückt und oftmals kein Platz in unserem hektischen Alltag hat. Wer dieses Buch liest, muss sich zwangsläufig mit dieser Thematik beschäftigen. Dennoch ist es kein frustrierendes Buch. Sondern eher ein Buch welches aufzeigt, wie wichtig es ist, eine  Familie zu haben die einen stärkt und im richtigen Moment da ist, wenn man sie braucht. Auch wenn es traurig ist, muss man diesen Roman unbedingt gelesen haben.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Rowohlt Verlag

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