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zehn wünsche bis zum horizont

Klappentext


Zur größten Brücke der Welt reisen, Gitarre spielen lernen, die Flügel ausbreiten und losfliegen… So viele Dinge wollte Lucy tun, wenn sie erwachsen ist. Doch dazu kommt es nicht. Sie stirbt mit vierzehn Jahren bei einem Autounfall.

Siebzehn Jahre später hält Maggie die Liste mit Lucys Träumen in den Händen. Sie hat es Lucy zu verdanken, dass sie lebt, denn Lucys Herz schlägt in Maggies Brust. Als Trägerin eines Spenderherzens weiß Maggie, dass Zeit ein kostbares Gut ist. Sie macht sich auf die Reise, um die Wünsche des Mädchens zu erfüllen – und erfährt, dass man reich beschenkt wird, wenn man gibt.

Meine Meinung


Maggie ist am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Nachdem sich ihr Ehemann wegen einer anderen Frau von Maggie getrennt hat, sucht sie Zuflucht im Alkohol und vernachlässigt ihr Leben total. Dabei sollte Maggie doch eigentlich glücklich sein – schließlich hat sie vor siebzehn Jahren ein Spenderherz von Lucy erhalten.
Ihr Leben nimmt eine extreme Wendung, als sich der Bruder von Lucy mit Maggie in Verbindung setzt. Durch ihn lernt sie nicht nur endlich einen Teil der Familie kennen, sondern auch die Wünsche, welche sich Lucy als Erwachsene erfüllen wollte. Maggie beschließt, Lucys Wünsche zu erfüllen und merkt, wie schön das Leben doch ist.

„Zehn Wünsche bis zum Horizont“ ist wunderschöner, teils bewegender Roman von Emma Heatherington. Die Geschichte liest sich wunderbar flüssig und lebendig, auch wenn der Hintergrund eher ein trauriger ist.

Mit der Protagonistin Maggie bin ich sehr schnell warm geworden. Schon nach kurzer Zeit war sie mir zu einer guten Freundin geworden, der ich gerne mal den Kopf zurecht gerückt hätte. Vor allem, da ein Spenderherz auch nur eine begrenzte Zeit bei einem bleiben darf, bevor der Körper wieder ein neues benötigt. Aber so geht halt jeder anders mit einer Lebenskrise um, bei Maggie war es eben der viel zu tiefe Blick ins Glas. Umso mehr habe ich mich mit ihr gefreut, dass sie wieder aktiv am Leben teilgenommen hat und ihre Lebensfreude zurückgewonnen hatte.

Emma Heatherington bringt uns in diesem Roman das Thema Organspende sehr einfühlsam näher. Ihre bewegende Geschichte zeigt uns, dass es lohnt, das Leben zu leben und man keine Situation und keinen Tag unnötig verschwenden sollte. Ohne Kitsch, doch mit viel Gefühl, lässt sie uns am Leben von Maggie teilhaben und überrascht mit einem Ende, mit dem ich nicht gerechnet hatte.

Fazit


Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich konnte mich mit Maggie ärgern, freuen oder auch mal traurig sein – eben wie mit einer guten Freundin. Manchmal waren mir die Beschreibungen zu detailliert, was dann zu unnötigen Längen geführt hatte. Dennoch konnte mich dieses Buch sehr gut unterhalten.

4/5

Eckdaten


„Zehn Wünsche bis zum Horizont“ von Emma Heatherington // Harper Collins Verlag // November 2017 // 400 Seiten // Broschiert // ISBN: 978-3-95967-151-4 // Preis: 14,00 €

Über die Autorin


Emma Heatherington liebt: – romantische Komödien – Rotwein – gemütliche Abende vor dem Kamin – Musicals – Nashville. Sie schreibt nicht nur Bücher, sondern auch Drehbücher, Songs und Theaterstücke und lebt mit ihrem Mann, dem Künstler und Singersongwriter Jim McKee, und ihren fünf Kindern in Donaghmore, Irland.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Harper Collins