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welt in flammen

Klappentext


Mai 1940: Während die Deutschen Frankreich besetzen, bricht der Simplon Orient Express zu seiner letzten Reise auf. Eine schicksalhafte Gesellschaft, jeder der Gäste mit einem anderen Grund, diese Fahrt unter allen Umständen anzutreten. Ebenfalls an Bord – Agenten aller kriegführenden Mächte. Was niemand von ihnen ahnt: Im Zug befindet sich etwas, nach dem Hitler in ganz Europa suchen lässt.
Die Fahrt steht von Anfang an unter einem schlechten Stern. Jeder Grenzübertritt kann das Ende bedeuten. Schließlich bricht Feuer aus. Und während Europa in Dunkelheit versinkt, rast der Express als lodernde Fackel durch die Nacht…

Meine Meinung


Jeder will unbedingt auf diesen Zug. In dieser Nacht im Mai 1940 fährt der Simplon Orient Express zum letzten Mal in Paris los. Es ist der letzte Zug, welcher die Menschen aus Frankreich über die Belgrad-Route bis nach Istanbul bringt. Seine Passagiere könnten unterschiedlicher nicht sein, auch hat jeder einen anderen Beweggrund, genau mit diesem Zug unterwegs zu sein.

Während die Reise am Anfang noch recht unspektakulär verläuft, wird spätestens ab der ersten Haltestelle klar, dass hier etwas aus dem Ruder läuft. Ängste und Emotionen drängen sich an die Oberfläche und wandeln sich im Laufe der Zugfahrt in Gewalt, Chaos und Misstrauen. Im Hintergrund brodelt der 2. Weltkrieg und Hitler will nur eines, welches sich ausgerechnet an Bord dieses Zuges befindet.

Benjamin Monferat entführt uns mit seinem Roman „Welt in Flammen“ an einen Hollywoodreifen Schauplatz, welcher die Kinokassen im Nu klingeln lassen würde. Obwohl die Story am Anfang etwas zäh ist, nimmt sie dann gekonnt an Fahrt auf und lässt einen nicht mehr los. Die Geschichte entwickelt sich so komplett in eine andere Richtung, wie es der Leser nicht erwarten würde. Ein spannendes Katz und Maus Spiel beginnt und man ist mitten drin. Viele Handlungsstränge halten den Roman lebendig und schaffen oftmals eine düstere und bedrückende Stimmung.

Auch wenn dieses Buch fast 800 Seiten aufweist, sollte man nicht davor zurückschrecken, dieses zu lesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Kapitel teilweise sehr kurz, so dass man schnell durchkommt. Da der Autor auch des öfteren Cliffhanger eingebaut hat, kann man gar nicht anders als weiterlesen.

Fazit


Ein lesenswerter Abenteuerroman, welcher sich in der Bücherwelt durch seinen außergewöhnlichen Schauplatz abhebt. Der Spannungsbogen ist hoch und nebenbei erhält man noch ein bisschen versäumten Geschichtsunterrricht. Fans der historischen Romane kommen hier voll auf ihre Kosten!

4/5

Eckdaten


„Welt in Flammen“ von Benjamin Monferat// Rowohlt Verlag// November 2015 // 800 Seiten // Taschenbuch // ISBN: 978-3-499-26843-4// Preis: 12,99€

Über den Autor


Benjamin Monferat ist ein Pseudonym, hinter dem sich der deutsche Autor Stephan M. Rother verbirgt. Als Schriftsteller und Historiker hat er sich ganz der Geschichte verschrieben – in all ihren Bedeutungen. Neben einem Kleinbahnhof an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, gehört das Schnaufen historischer Dampflokomotiven zu seinen ältesten Erinnerungen. Die Lebensgeschichte seines Großvaters, der im Dritten Reich am Bau luxuriöser Salonwagen beteiligt war und gleichzeitig tätigen Widerstand gegen das Regime übte, war einer der Impulse, aus denen heraus «Welt in Flammen» entstand.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Rowohlt Verlag