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schweizer alpküche

Klappentext


Milch, Käse, Rahm, Butter, Joghurt und Quark, die auf der Alp selbst hergestellt werden, prägen die Küche der Älpler und Sennen. Hinzu kommen lagerfähige Lebensmittel, wie Mehl, Zucker, Teigwaren und Kartoffeln, die im Frühjahr auf die Alp mitgenommen werden. Darauf sind über Generationen überlieferte traditionelle Gerichte entstanden, wie Älplermagronen, Zunne oder Nidlechueche – währschafte und nahrhafte Speisen für die körperlich hart arbeitenden Älpler. Verfeinert und bereichert werden sie heute mit Wildkräutern, etwas Gemüse, Früchten und Pilzen und ab und zu mit einem Stück Fleisch.

Mit 100 einfachen, aber schmackhaften Rezepten sowie Texten und stimmungsvollen Bildern vom Leben und Arbeiten auf der Alp.

Meine Meinung


Beim ersten Durchblättern dieses Kochbuchs ist mir sofort aufgefallen, dass einige Gerichte oftmals in ihrer schweizer Landessprache betitelt sind. So begegnet mir „Eierschwümm uf Bäibrot“, „Höibeeri-Sturm“ oder gar „Holderbrägel“ und einige andere. Dies finde ich aber gar nicht schlimm, sondern es macht dieses Kochbuch zu einem authentischen Werk.

Alpenküche ist eine einfach Küche, mit wenigen Zutaten und ohne lange Zubereitungszeit. Deshalb ist sie aber nicht weniger lecker, im Gegenteil. Gerade die Einfachheit und die schnelle Zubereitung macht sie für mich zu einer meiner Lieblingsküchen.

Die Gerichte in „Schweizer Alpküche“ sind für 4 Personen ausgelegt. Zutaten und Zubereitung sind übersichtlich gestaltet und für jedermann verständlich. Nahezu jedes Rezept hält noch einen Tipp parat, wie man es noch abwandeln könnte oder was sehr gut dazu passt. Die Mahlzeiten sind appetitlich und ansprechend fotografiert. Einziges Manko, es gibt nicht zu jedem Gericht ein Bild.

Das Kochbuch ist in die folgenden Kapitel aufgeteilt:

  • Salat
  • Suppe
  • Hauptgerichte
  • Fleisch
  • Rezepte mit altbackenem Brot
  • Süsse Gerichte
  • Brot und Gebäck
  • Grundrezepte
  • Vorräte für gesunde und kranke Tage

Selbst die Alpapotheke ist berücksichtigt. So sind hier einige Heilpflanzen mit ihrer Wirkungsweise und der entsprechenden Anwendung aufgeführt. Am Ende findet sich noch das alphabetische Rezeptverzeichnis. Zwischendrin findet man immer wieder einen kleinen Einblick und Geschichten rund um das Leben auf der Alp.

Nachgekocht habe ich das „Geschnetzelte“ und die „Bratkartoffeln“ sowie den „Gestürzten Apfelkuchen“. Alles hat auf Anhieb geklappt und sehr lecker geschmeckt.

geschnetzeltes mit kartoffelngestürzer apfelkuchengestürzter apfelkuchen stück

Fazit


Ein bodenständiges und authentisches Kochbuch welches uns die „Schweizer Alpküche“ in unsere heimische Küche bringt. Die Rezepte sind allesamt alltagstauglich und somit auch für den täglichlichen, oftmals auch schnellen Mittagstisch geeignet.

4/5

Eckdaten


„Schweizer Alpküche“ von Margrit Abderhalden// AT Verlag // Februar 2016// 160 Seiten // Hardcover // ISBN: 978-3-03800-876-7// Preis: 29,95€

Über die Autorin


Margit Abderhalden ursprünglich aus dem Emmental, lebt heute als Bäuerin mit Mann und drei Kindern im Toggenburg. Seit 2011 verbringt die Familie mit 90 Kühen, 170 Rindern und einigen Schweinen den Sommer auf der Alp Malbun auf 1400 Meter ü. M. Zur Alp gehören eine Käserei und ein Alpbeizli.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte Cover: AT-Verlag