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post mortem tränen aus blut

Klappentext


Eine Familie verschwindet spurlos. Ein Mann stirbt durch zwei Schüsse. Er war Reporter, einer großen Sache auf der Spur. Zwei letzte Nachrichten sendet er: eine an seinen Bruder Avram Kuyper, einen eiskalten Profi-Killer, und eine an Emilia Ness, eine unbestechliche Interpol-Agentin. Avram soll ihn und seine Familie rächen, Emilia den Fall vor Gericht bringen. Beide sehen das Horror-Video, das ihnen jemand zuspielt. Beide blicken direkt in den Schlund der Hölle.

Meine Meinung


„Komm nach Hause und räche dich an denen, die uns getötet haben“, diese Nachricht hinterlässt Goran seinem Bruder Avram auf der Mailbox. Avram macht sich sofort auf den Weg nach Richtung München um nach Goran und seiner Familie zu sehen. Auf dem elterlichen Hof angekommen, findet er jedoch nichts außer Blutspuren. Sein Bruder ist mit samt seiner Familie spurlos verschwunden.
Im gleichen Zeitraum passiert ein Mord in Frankfurt und Emilia wird zum Tatort gerufen. Der Tote hat eine persönliche Nachricht an sie hinterlassen. Und so machen sich sowohl der Profikiller Avram als auch die Interpol-Agentin Emilia auf die Suche. Der eine sucht seinen Bruder mit Familie und die andere den Mörder. Schnell wird klar, dass der Tote Goran Kuyper ist und beide nach dem Täter suchen. Jedoch jeder aus anderen Beweggründen.

Der schockierenden Psychothriller „Post Mortem – Tränen aus Blut“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Serie. Mark Roderick hat hier mit seinem Debüt ein wahres Meisterwerk zu Papier gebracht. Der Autor lässt uns tief in menschliche Abgründe blicken – Schmerz, Folter, Tod und „Snuff-Videos“. Geschickt lässt Roderick die Fäden zusammen laufen und hat durch den Perspektivenwechsel je Kapitel eine unglaubliche Spannung erzeugt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, so dass ich teilweise wirklich nur noch durch das Buch flog. Mit Cliffhangern wurde ebenfalls nicht gespart, so dass ich einfach weiterlesen musste.

Komm nach Hause und räche dich an denen, die uns getötet haben.

Auch die beiden Protagonisten sind mir sehr sympathisch. Obwohl Avram ein Profikiller ist und schon einige Auftragsmorde begangen ist, trägt er doch sein Herz auf dem rechten Fleck und kämpft für die richtige Seite. Er zeigt Gefühle und ist nicht so abgebrüht wie man sich das vielleicht vorstellt.
Emilia ist ebenfalls nicht nur Profi-Agentin sondern auch Mutter die mit den normalen Problemen ihrer Tochter im Teenager-Alter zu kämpfen hat. Auch der Flirt mit ihrem Partner macht sie durchaus zu einer ganz normalen Frau.

Bereits schon im April erscheint der zweite Teil der Serie „Post Mortem – Zeit der Asche“. Ich bin schon sehr gespannt wie es mit Avram und Emilia weitergeht, auch wenn der erste Fall in sich abgeschlossen ist.

Ein großes Lob möchte ich auch dem Cover geben. Es sieht nicht nur gut aus, sondern es fühlt sich auch super an. Die abgebildeten Wassertropfen sind alle erhöht, so dass man meinen könnte, man streicht über Noppen.

Fazit


Hochspannung garantiert – ein knallharter Thriller mit teilweise schockierenden Einzelheiten. Mich hat er super gefesselt und ich hoffe sehr, dass sich der zweite Teil ebenso gut liest wie der Auftakt.

5/5

Eckdaten


„Post Mortem – Tränen aus Blut“ von Mark Roderick// Fischer Verlag // Februar 2016// 512 Seiten // Taschenbuch // ISBN: 978-3-596-03142-9// Preis: 12,00€

Über den Autor


Mark Roderick arbeitete nach dem BWL-Studium jahrelang als Personalentwickler und Projektmanager im Finanzbereich, bevor er 2008 ins Controlling eines juristischen Fachverlags wechselte. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Fischer Verlag