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hexenwerk

Klappentext


Pflanzenschätze aus Garten, Feld und Wald, z.B. Brot mit Schafgarbe, Schnaps aus Waldmeister, Heilsames aus vergessenen Pflanzen, effektive Schönheitsmittel und sogar ein Hexenbesen!
Ein buntes Tagebuch lässt KräuterliebhaberInnen Monat für Monat an den besten saisonalen Rezepten aus Kräutern und Co teilhaben und wird genuss- und experimentierfreudigen LeserInnen viel Spaß bereiten.

Meine Meinung


Eigentlich ist „Hexenwerk“ ein wunderschönes und mit viel Liebe erarbeitetes Buch. Bevor es mit dem Februar im Jahreskreis losgeht, erklären uns die Autorinnen einige Regeln für den Umgang mit Wildkräutern. Eigentlich sehr sinnvolle Regeln wie „nimm immer nur so viel, wie du wirklich brauchst“ oder „pflücke achtsam – ohne die Pflanzen zu verletzen“ aber auch „keine Angst, es gibt wenig wirklich giftige Wildkräuter. Die hast du schnell in der Liste nachgeschaut“. Das kann ich so leider nicht stehen lassen. Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit Kräutern und Pflanzen und mache im Moment die Ausbildung zur Kräuterpädagogin und ich weiß, dass es nicht nur wenig giftige Wildkräuter gibt. Gerade im Bereich der Doldenblütler ist höchste Vorsicht geboten, da kann schnell mal was daneben gehen. Selbst beim Bärlauch, kann er doch mit dem giftigen Maiglöckchen verwechselt werden. Und wie wir alle wissen können auch leicht giftige Pflanzen gefährlich sein – bei einem Kind reichen geringere Dosen aus.

Der Februar ist der Monat des Bärlauchs. Allerhand Rezepte und Anwendungstipps machen Lust aufs Nachkochen. Und wie in jedem Kapitel Platz für eigene Notizen. Und so wandern wir Monat für Monat mit den Autorinnen durch die Welt der Wildkräuter. Zahlreiche Rezepte zum Kochen und Backen, für Hausmittel und Tees. Bereichert durch schöne Bilder und teilweise alten Volkskunden.  Auch findet sich der eine oder andere Basteltipp zwischen den Seiten versteckt.

Sehr verantwortungsbewusst finde ich auch Warnhinweise, wie zum Beispiel beim Beifuss – diesen sollte man nicht in der Schwangerschaft einnehmen, da er krampflösend und zur Förderung der Geburtswehen beiträgt.

Auch alle Hexenfans kommen auf ihre Kosten. Die Mondzyklen, die Jahreskreisfeste und so manch kleiner Brauchtum oder Zauber ist auch aufgeführt.

Allerdings hätten die Autorinnen sich besser informieren müssen. Dann hätten Sie nämlich erwähnt, dass der Beinwell wegen seiner giftigen Pyrrolizidinalkaloide heute als Giftpflanze gilt und man deshalb nur geprüfte und PA-freie Arzneimittel aus der Apotheke verwenden sollte.

Fazit


Von der Aufmachung und den vielen Ideen gefällt mir dieses Buch richtig gut. Es ist mit wirklich ganz viel Liebe gestaltet und eine Bereicherung für jeden Kräuterinteressierten. Leider hat das Buch teilweise unvollständige oder unrichtige Angaben, so dass ich hier leider in der Bewertung Punkte abziehen muss.

3/5

Eckdaten


„Hexenwerk“ von Ulla Janascheck & Elise Richer // Freya Verlag // Dezember 2015 // 224 Seiten // Gebunden // ISBN: 978-3-99025-215-4 // Preis: 19,90 €

Über die Autorinnen


Ulla Janascheck studierte Biologie, Kommunikationsdesign und Literaturwissenschaften. Sie leitet seit vielen Jahren Frauenseminare in den Traditionen der weisen Frauen und ist Autorin von sechs Büchern. Ihre Begeisterung für Mythen, Naturreligionen, Rituale und Kräuter führte zum kreativen Wildkräuter-Austausch. Im Jahr 2015 wurde ihr Buch „Hexenwerk“ im Freya Verlag veröffentlicht.

Elise Richer studiert Rechtswissenschaften an der Uni Mainz. Vor drei Jahren entdeckte sie ihre Liebe zu den Wildkräutern. Seitdem begibt sie sich mit Ulla jeden Donnerstag auf die Reise zur Erkundung und Erforschung der Natur.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Freya Verlag