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fleisch essen

Klappentext


Ulrike Weiler analysiert Fakten und Vorurteile zum Thema Fleisch, diskutiert Konflikte zwischen Tier-, Umwelt- und Genießerschutz und zeigt den Weg zu politisch korrektem Hedonismus.
Fleisch ist in Verruf geraten. Verbrauchen quälen Zweifel ob der der Produktionsbedingungen, es herrschen Angst vor Gesundheitsrisiken und Bedenken, ob Fleischkonsum aus Gründen des Tier- und Umweltschutzes überhaupt vertretbar ist. Gleichzeitig formiert sich eine Gegenbewegung, die hedonistischen Fleischkonsum feiert, das Luxussegment mit Kobe und dry aged beef erzielt steigende Umsätze. Dieses Buch greift vielfältige Aspekte rund um das Thema Fleisch auf und zeigt aus wissenschaftlicher Sicht, was gutes Fleisch ist, wie man es findet und welche Zielkonflikte bestehen.

Meine Meinung


Hedonismus – das Streben nach Genuss und Sinnlichkeit. So sollte es auch beim Essen sein. Gerade beim Fleisch sollte Qualität statt Quantität im Vordergrund stehen. Sein Steak oder Schnitzel mit Genuss zubereiten und verzehren.

Es gibt immer mehr Vegetarier und Veganer welche rein aus ethischen Gründen den Verzehr von Fleisch oder gar allen tierischen Produkten ablehnen. Die Bevölkerung ist heute zum Glück aufgeklärt und weiß, welches Tierleid oftmals hinter dem perfekten Steak im Supermarkt steckt. Ob es jeder sehen will, ist eine andere Sache. Aber ist Fleisch essen tatsächlich so schlecht wie es oftmals in den Medien suggeriert wird?

In „Fleisch essen“ beschreibt Ulrike Weiler vielschichtig das Thema Fleisch. Sie beleuchtet alle Aspekte von der Erzeugung bis zur Schlachtung, von der Gesundheit bis zum Tierschutz. Obwohl die Autorin für den Konsum des Fleisches ist, lässt sie aber auch die Probleme mit in dieses Buch einfließen. Die Fakten, welche aufgeführt werden, sind sehr gut recherchiert und überhaupt nicht einseitig.

Das Buch ist in 12 große Kapitel mit entsprechenden Unterkapiteln gegliedert.

  • Warum dieses Projekt
  • Menschen essen Fleisch
  • Parallelwelten: Wertschätzung, Entfremdung und das Idyll
  • Fleischessen und Gesundheit
  • Fleischerzeugung und Nachhaltigkeit – ein Widerspruch?
  • Tierschutz – ein (Ver-)Kaufsargument?
  • Und wo bleibt der Genuss? Was darüber entscheidet, ob Fleisch schmeckt
  • Vom Muskel zum Fleisch
  • Vom Schlachten
  • Was die Landwirtschaft kann: Beispiel Schweinefleisch
  • Was die Landwirtschaft kann: Beispiel Rindfleisch
  • Wie man gutes Fleisch findet

Der Schreibstil ist flüssig und obwohl soviel Informationen in diesem Werk stecken, liest es sich leicht und ohne Langeweile. Zwischendurch findet man immer mal wieder ein Rezept und Warenkunde vom Sternekoch Markus Eberhardinger.

Fazit


Dieses Buch liefert Fakten und ich kann es jedem empfehlen, der gerne Fleisch ißt. Jedoch sollte man wirklich darauf achten, dass man nur gutes Fleisch konsumiert und die Landwirte unterstützen, welche auf Tierwohl und Qualität achten. Dann doch lieber nicht jeden Tag ein Stück Fleisch auf dem Teller. Lasst es doch mal wieder zu was Besonderem werden. Ihr werdet es schmecken mit allen Sinnen.

5/5

Eckdaten


„Fleisch essen“ // Westend Verlag // Mai 2016// 272 Seiten // Hardcover // ISBN: 978-3-86489-123-6// Preis: 19,99 €

Über die Autorin


Dr. Ulrike Weiler studierte Agrarwissenschaften und Journalistik in Stuttgart-Hohenheim; Forschungsaufenthalt (Stipendiatin d. NATO Wissenschaftsaussch.) an der Clemson University, SC, USA; Habilitation (Fach Tierhaltung und Leistungsphysiologie) Uni Hohenheim, aktuell: apl. Professorin am Institut für Nutztierwissenschaften an der Uni Hohenheim. (Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Endokrine Regulation von Leistungen beim Schwein, Fleischqualität und Qualitätsbeeinflussung; Einflüsse auf die Einlagerung geruchsaktiver Substanzen beim Schwein)

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Westend Verlag