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die stimmen der toten

Klappentext


Vor acht Jahren hat der „Inside Man“ vier Frauen ermordet, drei weitere Opfer überlebten schwer verletzt. Allen wurde der Unterleib aufgeschlitzt und eine Puppe eingenäht. Dann brach die Serie ab. Ash Henderson war als Detective Inspector bei den Ermittlungen dabei, doch der Killer entkam. Als nun erneut eine Frau tot aufgefunden wird, eine Plastikpuppe im Unterleib, bekommt Henderson die Chance, den Mörder doch noch zu fassen. Aber der scheint ihm erneut immer einen Schritt voraus zu sein…

Meine Meinung


Ash Henderson, früher einmal bei der Polizei, sitzt wegen Mordes im Gefängnis. Jedes halbe Jahr steht eine Entlassungsprüfung an, die aber jedes mal für Ash negativ ausfällt. Dafür sorgt seine Erzfeindin Mrs. Kerrigan, die ihn jedesmal halb tot prügeln lässt und die Schuld auf ihn lenkt. Doch plötzlich wendet sich das Blatt, als nach acht Jahren erneut eine Frauenleiche mit einer eingenähten Puppe im Bauch aufgefunden wird. Ash wir mit einer Fußfessel aus dem Gefängnis geholt, um in einem Sonderteam mitzuarbeiten, den „Inside Man“ zu fassen. Schließlich war er damals ganz nah dran, diesen zu fassen. Und Ash ist gut. Zusammen mit der Polizeipsychologin Alice McDonald begibt er sich auf die Jagd.

Leider habe ich den ersten Teil mit dem Protagonisten Ash Henderson „Das 13. Opfer“ nicht gelesen, so dass es anfangs etwas verwirrend war. Auch der Schreibstil des Autors ist etwas gewöhnungsbedürftig. Dialoge oder Situationen werden häufig mit Meldungen aus dem Radio oder dem Fernsehen unterbrochen. Allerdings muss ich sagen, wenn man sich daran gewöhnt hat und sich darauf einlässt, dann wird man nur so von Spannung gepackt.

Die Hand, die das Skalpell hielt, schnellte vor, die Klinge zielte auf die Tür des OP-Raums.

Mit dem Ermittler Ash Henderson hat Stuart Macbride einen sehr interessanten und ungewöhnlichen Protagonisten geschaffen. Seine Methoden sind knallhart und ungewöhnlich. Als ehemaliger Polizist der wegen Mordes im Gefängnis saß und nun doch wieder mit ins Boot geholt wird, macht er seine Sache mehr als gut. Die zartbesaitete Polizeipsychologin Alice ist als zweite Ermittlerhälfte die optimale Ergänzung, so dass dieses Ermittlerpaar einfach grandios ist.

Die Story ist gut durchdacht, der Spannungsbogen wird rasant aufgebaut und es werden so viele Nebenschauplätze gezeichnet, dass man „Die Stimmen der Toten“ gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Mit mehr als 630 Seiten ist der Thriller zwar ganz schön dick, doch er liest sich fast in einem Rutsch weg. Die vielen Wendungen und ungeahnten Ereignisse tragen dazu bei, dass man so manche Nacht zum Tag erklärt.

Fazit


Es lohnt sich definitiv sich an den Schreibstil des Autors zu gewöhnen, da man mit charakterstarken Figuren und einem vielschichtigen, spannenden Thriller belohnt wird. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne auch mal etwas blutigere Thriller lesen. Ich jedenfalls freue mich schon auf den nächsten Teil.

5/5

Eckdaten


„Die Stimmen der Toten“ von Stuart Macbride// Goldmann Verlag // September 2015 // 640 Seiten // Taschenbuch // ISBN: 978-3-442-48289-4// Preis: 9,99€

Über den Autor


Stuart MacBride hatte bereits in einigen Berufen gearbeitet, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. »Die dunklen Wasser von Aberdeen«, sein erster Roman mit dem Ermittler Logan McRae, sorgte in Großbritannien sofort für Furore und wurde als bestes Krimidebüt des Jahres mit dem Barry Award ausgezeichnet. Seither ist die Serie mit Schauplatz Aberdeen aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken und erhielt als beliebteste Spannungsreihe den renommierten Leserpreis Dagger in the Library. Mit dem Roman »Das dreizehnte Opfer« begann Stuart MacBride eine zweite Thrillerserie, in deren Mittelpunkt der Ermittler DC Ash Henderson steht. Stuart MacBride lebt mit seiner Frau im Nordosten Schottlands.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Goldmann Verlag