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die intelligenz der bienen

Klappentext


Wir lieben die Bienen nicht nur, weil sie süßen Honig produzieren. Sie gehören zu den wichtigsten und intelligentesten Nutztieren der Erde. Ohne ihre Bestäubung stünde es schlecht um die Welternährung. Und sie können noch viel mehr: Ihr kleines Gehirn denkt, plant, zählt und träumt sogar. Den bekannten Berliner Hirnforscher Randolf Menzel erstaunen sie nach fünf Jahrzehnten intensiver Forschung noch immer. Endlich hat er, zusammen mit Wissenschaftsjournalist Matthias Eckoldt, sein gesammeltes Bienenwissen aufgeschrieben.

Meine Meinung


Schon seit Jahren wird in den Medien berichtet, dass es mit unserer Honigbiene immer weiter bergab geht. Umweltgifte setzen diesem kleinen Wesen sehr zu und auch die Varroamilbe trägt ihren Teil dazu bei. Jedoch wird spätestens nach dem Lesen dieser Lektüre klar, wie schützenswert dieses kleine Insekt doch ist.

Randolf Menzel hat sein Leben der Biologie verschrieben, insbesondere der Biene. Schon in seiner Jugend war er fasziniert von den Vorgängen in der Natur und bei der Biene ist er kleben geblieben. Nach 50 Jahren lässt Menzel uns nun an seinen Forschungsergebnissen teilhaben.

Es ist erstaunlich, wieviel Intelligenz in diesem kleinen Geschöpf steckt. Der Grad der Vernetzung in ihrem Gehirn übertrifft sogar die eines Computers. Sie können sehen, riechen, aufspüren, lernen, merken und sogar träumen. Auf eindrucksvolle Weise kommunizieren sie untereinander und können sich perfekt organisieren.

Dabei kam heraus, dass die Honigbienen in den dreißig bis sechzig Tagen ihren Erdendaseins während der Sommermonate alle Funktionen im Stock durchlaufen.

Unterteilt ist dieses Werk in die folgenden 6 großen Kapitel:

  • Annäherung. Wie man mit Bienen ins Gespräch kommt
  • Einblicke ins Bienengehirn, oder der andere Weg zur Intelligenz
  • Was wir über die 7 Sinne der Bienen wissen
  • Lernen und Gedächtnis – zwei Seiten einer Medaille
  • Superorganismus Bienenvolk: Wie sich Bienen verständigen, orientieren und organisieren
  • Biene und Umwelt

Obwohl dies ein Sachbuch mit vielen Daten und Fakten ist, liest es sich eher wie eine Erzählung. Die Autoren haben es mit ihrem Schreibstil geschafft, dass ich nicht nach fünf Seiten das Buch zur Seite legte, da mich die Informationen überfordert haben. Nein, es ist wirklich flüssig geschrieben wie ein Roman und trotzdem mit ganz viel Wissen vollgepackt. Auch die Bildchen und Zeichnungen tragen dazu bei, dass „Die Intelligenz der Bienen“ nicht langweilig wird.

Fazit


Ich bin keine Imkerin aber eine Hobbygärtnerin mit einer großen Liebe zur Natur. Gifte gehören nicht in meinen Garten auch deshalb nicht, weil ich Nützlinge nicht schädigen will. Wir alle wissen, dass wir ohne die Biene nicht lange überleben würden. Und vielleicht wird dem Einen oder Anderen nach dem Lesen dieser Lektüre bewusst, das Unkrautvernichtungsmittel oder ähnliches lieber im Regal stehen zu lassen. Dem kurzen Leben unserer Honigbiene sollten wir mit viel Respekt begegnen und unseren Garten so gestalten, dass sie gerne unser Gast ist.

5/5

Eckdaten


„Die Intelligenz der Bienen“ von Randolf Menzel und Matthias Eckoldt // Knaus Verlag // März 2016// 368 Seiten // Hardcover // ISBN: 978-3-8135-0665-5// Preis: 24,99 €

Über die Autoren


Randolf Menzel, 1940 in Marienbad geboren, beschäftigt sich seit fünf Jahrzehnten mit Bienen. Der Zoologe und Neurobiologe ist eine Autorität der tierischen Intelligenzforschung, über 30 Jahre lang leitete er das Neurobiologische Institut der Freien Universität Berlin. Es kann auf eine Fülle spektakulärer Erfolge verweisen, dort gelang unter anderem erstmals die elektrophysiologische Ableitung von Sehneuronen im Bienengehirn und die weltweit erste Anwendung eines bildgebenden Verfahrens am lernenden Gehirn. Außerdem konnte der Leibniz-Preisträger die wohl im Tierreich einmalige Navigationsweise der Bienen aufklären. „Die Intelligenz der Bienen“ ist seine erste populäre Veröffentlichung.

Matthias Eckoldt, 1964 in Berlin geboren, ist Schriftsteller, Dozent und mehrfach ausgezeichneter Rundfunkautor. Er veröffentlichte Romane, Essays und Sachbücher, zuletzt „Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?“, für das er bereits mit Randolf Menzel zusammenarbeitete.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Knaus Verlag