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der wahnsinn den man liebe nennt

Klappentext


Ein Spediteur ruft bei Susa Bergmann an und will einen Kühlschrank abliefern. Der Name ihres Mannes steht auf dem Auftrag – allerdings mit einer falschen Adresse. Als sie nachfragt, hat Wolf eine einfache Erklärung, doch bald tauchen weitere Ungereimtheiten auf. Susa fährt zu der Adresse, eine junge Frau öffnet die Tür. In der Küche: der Kühlschrank. Auf der Kommode: Kinderfotos von Josie, dem Mädchen aus der Nachbarschaft, das ihrem Mann so ähnelt und den Namen seiner Großmutter trägt. Alle Puzzleteile passen zusammen, und Susas Welt zerbricht …

Meine Meinung


Susa liebt ihren Wolf, seit der ersten Begegnung. Er ist einfach so anders als die meisten Männer und seine blassblauen Augen lassen Susa einfach dahinschmelzen. Ihr Glück ist perfekt, auch wenn Susa sich in der neuen, noblen Wohnung nicht so ganz wohlfühlt. Dann erhält sie plötzlich einen Anruf der Spedition, welche gerne einen Liefertermin für den neuen Kühlschrank ausmachen möchte. Doch die angegebene Lieferadresse ist nicht die Adresse von Susas und Wolfs gemeinsamer Wohnung. Nachdem Susa keine befriedigenden Antworten erhalten hatte, sucht sie die Adresse auf. Ihr öffnet eine Frau mit einem kleinen Mädchen. Josie sieht Wolf wie aus dem Gesicht geschnitten aus und plötzlich fängt sich Susas Welt an zu drehen.

Das Cover von „Der Wahnsinn den man Liebe nennt“ hat mich sofort angesprochen. In blassen Farben gehalten mit rosa Herzen in unterschiedlicher Intensität. Die Knicke und Risse und die eindrucksvolle Schrift haben mich sofort begeistert.

Es war mein erstes Buch von Clara Römer und ich muss sagen, ihr Schreibstil gefällt mir ausserordentlich gut. Er ist unheimlich lebendig und authentisch aber auch sehr gefühlvoll.Manchmal hatte ich das Gefühl, die Menschen in diesem Buch sehr gut zu kennen. Fast so als wären es alte Bekannte.

Susa war mir gleich von Anfang an sympathisch. Sie wirkte unheimlich normal und fast schon schüchtern und ängstlich. Unter ihren Freunden wir sie auch oftmals „Hasenfuß“ genannt, da ihr meist der Mut fehlt. Aber durch diese Geschichte mit ihrem Mann ist sie sichtlich über sich selbst hinausgewachsen.

Wolf hätte ich gleich zu Beginn den Kragen umdrehen könnte. Ein eingebildeter Schnösel für den nur materielle Dinge zählen. Zumindest seit er mit seiner Immobilienfirma so erfolgreich geworden ist. Als er sich dann immer mehr in ein Netz aus Lügen verfängt, war es mit meiner Sympathie eh gelaufen.

Auch alle anderen Figuren waren autenthisch beschrieben und trugen zur Auflockerung und Spannung bei. Ich mochte sie alle sehr gerne, hielten sie doch auch die eine oder andere Überraschung bereit.

Fazit


Ein wunderschöne, leichte und gefühlvolle Lektüre. Durch die vielen Nebenschauplätze wird das eigentliche Thema nicht überstrapaziert, sondern lässt einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nach 1,5 Tagen hatte ich es durch und würde es jederzeit wieder lesen.

4/5

Eckdaten


„Der Wahnsinn den man Liebe nennt“ von Clara Römer // Diana Verlag // Mai 2016// 320 Seiten // Taschenbuch // ISBN: 978-3-453-35879-9 //Preis: 9,99 €

Über die Autorin


Clara Römer hat Germanistik studiert und als Redakteurin gearbeitet, bevor sie mit dem Schreiben begann. Sie mag Familiengeschichten mit und ohne Happy End, geht gern ins Museum, weiß, wie wichtig Freundinnen im Leben sein können, und hat ein ausgesprochenes Faible für große und kleine Katzen. Sie lebt mit ihrem Mann in München.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Diana Verlag