Tags

, , , , , ,

U1_978-3-8052-5093-1.indd

Klappentext


Die ganze Welt schaut auf Paris.
Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden – sie waren einer Verschwörung auf der Spur.
Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft: Eine französische Adelige – Königin der Pariser Salons – fürchtet um ihr Geheimnis: dessen Enttarnung würde weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten. Ein deutscher Offizier, unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird zum Spielball der Großmächte. Ein junger Fotograf schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin?
Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser – und in der Luft …

Meine Meinung


Diese Geschichte spielt 1889 in Paris. Die Pariser Weltausstellung geht zu Ende und soll mit einem riesigen Abschlussfeuerwerk gekrönt werden. Millionen von Menschen sind in Paris, um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Die Welt befindet sich jedoch zu diesem Zeitpunkt in einer angespannten Lage. Verbündete werden gesucht und das Misstrauen in groß. So wundert es auch nicht, dass zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden wurden. Und es bleiben nur 59 Stunden und 51 Minuten um durch eine Zündung das Unheil abzuwenden.

Schon zu Beginn überrascht uns Benjamin Monferat, sein Pseudonym des Autors Stephan M. Rother, mit einem Doppelmord. Zwei Ermittler werden tot an den Zeigern einer großen Uhr aufgefunden. Ebenso spannend geht es weiter mit interessanten Charakteren, welche nicht nur den schillernden Adel sondern auch einfache Leute wie einen Fotograf, eine Hotelbesitzerin oder eine geheimnissvolle Kurtisane beschreiben.

Zwei tote Körper auf den beiden stählernen Zeigern des monströsen mechanischen Apparats. Einer von ihnen nahezu senkrecht, der andere leicht nach links geneigt. Exakt um fünf Minuten vor zwölf was das gigantische Räderwerk knirschend zum Stillstand gekommen.

Es fällt mir gar nicht leicht den Inhalt dieses Buches in kurzen Sätzen wieder zu geben. Durch die vielen kleinen und großen Protagonisten in diesem historischen Werk gibt es unzählige Handlungsstränge. Jeder hat seine eigene Geschichte und verfolgt ein anderes Ziel bzw. Interesse. Vorsicht ist geboten in dieser Zeit des Friedens, ein falsches Wort oder eine falsche Handlung kann diesen kann schnell beenden.

„Der Turm der Welt“ ist nun schon mein zweites Buch von Benjamin Monferat. Es handelt sich hier ebenfalls um einen historischen Roman. Auch hier hat der Autor excellent recherchiert, Fakten und Fiktionen gekonnt miteinander verknüpft. Man könnte auch sagen, Geschichtsunterricht auf spannende Art und Weise. Monferat schreibt flüssig und lebendig, er hat so seinen ganz eigenen Schreibstil. Allerdings liest sich das Buch nicht mal so eben nebenher. Bei den vielen Namen und Schauplätzen musste ich mich schon sehr konzentrieren und auch mal wieder zurück blättern, um etwas nachzuschlagen. Dennoch macht das Zusammenspiel von historischem, Liebe und Intrigen, Freund und Feind dieses Buch zu etwas besonderem.

Fazit


Die 700 Seiten lohnen sich definitiv zu lesen. Ich habe einen wunderschönen Einblick in das Paris des 19. Jahrhundert erhalten und konnte es in diesen Lesestunden miterleben. Nebenbei habe ich meine Allgemeinbildung aufgefrischt und das auf eine sehr angenehme Art und Weise. Ich möchte auch noch erwähnen, dass der Autor dieses Buch den Opfern der Anschläge in Paris vom 13. November 2015 gewidmet hat.

5/5

Eckdaten


„Der Turm der Welt“ von Benjamin Monferat // Wunderlich Verlag // August 2016 // 704 Seiten // Hardcover // ISBN: 978-3-8052-5093-1 // Preis: 22,95 €

Über den Autor


Benjamin Monferat ist ein Pseudonym, hinter dem sich der deutsche Autor Stephan M. Rother verbirgt. Als Schriftsteller und Historiker hat er sich ganz der Geschichte verschrieben – in all ihren Bedeutungen. Neben einem Kleinbahnhof an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, gehört das Schnaufen historischer Dampflokomotiven zu seinen ältesten Erinnerungen. Die Lebensgeschichte seines Großvaters, der im Dritten Reich am Bau luxuriöser Salonwagen beteiligt war und gleichzeitig tätigen Widerstand gegen das Regime übte, war einer der Impulse, aus denen heraus «Welt in Flammen» entstand.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Wunderlich Verlag