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das institut der letzten wuensche

Klappentext


Die verträumte Mathilda arbeitet für eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda Birger begegnet. Er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine frühere Freundin Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt

Meine Meinung


Es ist mein erstes Buch von Antonia Michaelis, aber es wird definitiv nicht mein letztes sein. Da ich ja zuvor schon „Fünf Tage die uns bleiben“ und “ Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ gelesen habe, war ich  sehr gespannt, ob es dieser Roman ebenso schaffen wird, mich zu berühren. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Auch hier wurde ich hinein gezogen in die Seiten und konnte es kaum aus der Hand legen.

Mathilda arbeitet im Institut der letzten Wünsche. Wie der Name schon sagt, werden hier die letzten Wünsche von Menschen erfüllt, welche höchstens noch sechs Monate zu leben haben. Unmögliches wird möglich gemacht, ob das Weihnachten im April ist, eine schon längst verstorbene Sängerin nochmals auf der Bühne zu hören oder gar Schnee im späten Frühling. Mathilda und ihre Chefin Ingeborg tun alles, ob den letzten Wunsch zu erfüllen.
So kommt auch Birger in das Institut der letzten Wünsche mit dem Wunsch, seine Tochter ausfindig zu machen, damit er ihr alles vererben kann. Dafür muss natürlich auch Birger’s verflossene Liebe Doreen gefunden werden. Mathilda, die immer einen lustigen Spruch auf Lager hat, will Doreen aber gar nicht finden, da sie sich auf den ersten Blick in den sterbenskranken Birger verliebt hat.

Es gehörte zu Mathildas Job, relative Dinge zu wunderbaren Dingen zu machen.

Entstanden ist eine tiefgründige Story mit überraschenden Wendungen. Oftmals auch mit humorvollen Abschnitten, so dass ich doch auch öfters lachen musste. Die Autorin hat es geschafft, ein ernstes Thema, welches eher noch ein Tabu in unserer Gesellschaft ist, mit Spannung und Humor zu vereinen. Die Geschichte ist in sich schlüssig und glaubhaft. Dazu kommt noch ein lockerer Schreibstil, welcher mich nur so hat durch die Seiten fliegen lassen.

Mathilda habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist etwas verrückt, leicht durchgeknallt, doch vermutlich muss man das in diesem Job sein. Ich meine, wer näht sich Kinderfiguren aus alter Bettwäsche auf seine Kleidung? Auch Birger ist ein liebenswerter Mann mit Charme, dem man auch so manches was er tut verzeiht. Ganz besonderen Charme habe auch die vielen alten Menschen, welche mit ihren letzten Wünschen ins Institut kommen. Sie bewegen den Leser dazu, über das eine oder andere mal nachzudenken.

Das Cover gefällt mir total gut und es lässt den Leser nicht erahnen, welche wundervolle Geschichte hier zwischen zwei Buchdeckeln lauert.

Mein Fazit


Wer tiefgründige Roman mag, die eher leise und voller Poesie sind, der liegt hier richtig. Es fesselt ab der ersten Seite, Langeweile ist hier fehl am Platz. Auch durch die ungeahnten Wendungen bleibt der Spannungsbogen erhalten bis zur letzten Seite.

5 von 5 buechern

Eckdaten


„Das Institut der letzten Wünsche“ von Antonia Michaelis // Knaur Verlag // Erschienen April 2015 // 496 Seiten // Einzelband // Hardcover // ISBN: 978-3-426-65365-4// Preis: 19,99€

Über den Autor


Antonia Michaelis, 1979 geboren, begann bereits als Kind zu schreiben. Sie ist eine renommierte Autorin von zahlreichen Büchern und Theaterstücken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihr Roman „Der Märchenerzähler“ wurde für den Deutschen Jugendbuchpreis und den Buxtehuder Bullen 2012 nominiert. Antonia Michaelis lebt mit ihrer Familie in einem Dorf nahe der Insel Usedom.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Knaur Verlag

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