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beaniesIch glaube mittlerweile vergeht kein Tag mehr, an welchem nicht über die aktuelle Flüchtlingssituation berichtet wird. Schon vor Wochen habe ich sechs große Ikea Taschen mit Bekleidung und Spielen bei uns in der Diakonie abgegeben.

Mittlerweile habe ich erfahren, dass die Kleiderkammer bei uns in der Stadt voll ist. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass viele Leute sehr gerne spenden. Das ist Spitze!

Doch wie verhält es sich in anderen Ländern? Gerade jene, welche auf der Balkanroute liegen? Allen voran auch Griechenland mit seinen vielen kleinen Inseln. Ich glaube, hier geht die Flüchtlingshilfe etwas schleppender als bei uns voran.

Jennifer Benkau, Autorin von Marmorkuss, Himmelsfern und vielen anderen tollen Büchern, hat über Facebook Portopaten gesucht. Für Pakete, welche direkt nach Griechenland zu der kleinen Insel Kalymnos gesendet werden. Dort arbeitet ein Ehepaar mit vielen anderen Flüchtlingshelfern am Hafen zusammen. Sie verteilen gespendete Kleidung, Hygieneartikel und Verbrauchsmaterial an Kinder wie Stifte, Luftballons, Kreide und dergleichen. Es ist auch keine Seltenheit, dass Leute aus dem Wasser gefischt werden müsen um sie anschließend mit warmer Kleidung zu versorgen.

Aktuell wird dringend Herbstbekleidung und bequemes Schuhwerk gesucht, da die Flüchtlinge noch weite Strecken zu Fuß vor sich haben. An Hygieneartikeln wie Windeln, Zahnbürsten, Feuchttücher usw. mangelt es ständig und bei uns kosten sie nur halb so viel wie in Griechenland.

Die Päckchen hat Jennifer gepackt und ein anderer hat das Porto übernommen. Im Gegenzug hat der oder die Portopatin ein Buch von ihr erhalten. Nun sind alle Päckchen versendet.

Ich habe mich direkt an Jennifer gewendet, damit ich mein Paket selber und direkt nach Kalymnos senden kann. Auch ohne Buch :-) Griechenland hat ja selber nicht viel und täglich kommen viele Menschen auf den Inseln an. Die Kleiderkammer dort ist nicht voll! Im Gegenteil, es gibt nicht mal einen Platz zum Lagern, so dass dieses griechische Ehepaar alles im Wohnzimmer sortiert und lagert, um es später am Hafen zu verteilen. Bei soviel Engagement sollte es selbstverständlich sein, dass wir alle zusammen stehen und dort helfen, wo es dringend gebraucht wird!

Mein Paket mit Schuhen, Kleidung, Hygieneartikeln und Kindersachen hat sich heute auf jeden Fall auf die Reise gemacht und ich hoffe, dass es wohlbehalten dort ankommt. In den letzten Tagen habe ich auch noch ein paar Beanies genäht, für die Kinder, denn die Tage und Nächte werden jetzt deutlich kühler.

Das Mützen nähen werde ich beibehalten. Es macht soviel Spaß und es ist ein tolles Gefühl, anderen Kindern damit eine Freude zu machen. Vielleicht möchte ja einer von euch auch mitmachen und Beanies für den Herbst/Winter nähen, damit ich diese an die zuständigen Stellen weiterleiten kann?

Falls ihr auch gerne helfen möchtet, könnt ihr euch gerne melden.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei