Tags

, , , , , ,

auf zehenspitzen

Klappentext


Im strömenden Regen Walzer tanzen, die eigenen Kinder aufwachsen sehen, den leiblichen Vater kennenlernen: Poppy hatte in ihrem Leben noch so viel vor. Doch als die 32-jährige die Diagnose Krebs erhält, bereitet ihr der Gedanke an die Zukunft vor allem eines: Angst. Plötzlich scheint der Himmel so nah. Sie müsste sich nur auf die Zehenspitzen stellen, um ihn zu berühren. Aber noch ist sie da. Noch kann sie ihre Träume und Wünsche in die Tat umsetzen, die Arme ausbreiten und fliegen.

Meine Meinung


Poppy, Martin und ihre Kinder Peg und Max sind eine glückliche Familie. Ohne Reichtum aber dennoch genug zum Leben. Es ist Silvester und Poppy und Martin wissen, das kommende Jahr wir ein tolles Jahr. Voller Vorfreude und Glück schauen sie diesem entgegen. Doch leider sollte es anders kommen als geplant. Als Poppy eines Tages unter die Dusche steigt merkt sie beim Einseifen einen kleinen Knoten an ihrer Brust. Die Untersuchungen bestätigen ihren Verdacht: Poppy hat Krebs, der auch schon gestreut hat. Eine Welt bricht zusammen, ein Kartenhaus zerfällt. Doch Poppy will kämpfen.

Am Anfang lernen wir eine wunderbare und glückliche Familie kennen. Poppy und Martin haben eine ganz besondere Liebe zueinander und auch zu den Kindern. Schon seit ihrer Kinderheit sind sie unzertrennlich. Aus anfänglicher Freundschaft wuchs eine tiefe Liebe. Rückblickend können beide sagen, dass ihre Kindheit kein Honigschlecken war, da beide in verarmten und unzumutbaren Umfeldern aufgewachsen sind.

Schon nach den ersten beiden Kapiteln fühlte ich mich dieser Familie sehr verbunden. Ich dachte schon manchmal, klar, die kenne ich doch, das sind meine Freunde.

Als dann der Krebs bei Poppy diagnostiziert wurde habe ich entsetzlich mitgelitten. Alle Ängste, Hoffnungen und Tiefschläge sind auf mich eingeprasselt, als ob dies meiner besten Freundin passiert wäre. Ich kann es wirklich schwer beschreiben, aber Amanda Prowse hat es geschafft, mich so in die Geschichte reinzuziehen, dass ich selbst eine Betroffene war. Der Schreibstil ist so lebendig und genial, dass so manches Gespräch auch bei mir am Küchentisch hätte sein können.

Die ganze Geschichte war authentisch, genau so kann es jeden treffen. Man taucht in eine Welt voller Gefühle ein, die weder kitschig noch überzogen aufgebaut wurden. Alle Protagonisten wachsen einem sofort ans Herz und ich habe mit allen mitgefühlt.

Mein Fazit


„Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel“ ist ein leiser Roman, eine tief berührende Geschichte und er hinterlässt Spuren. Es ist keine leichte Kost und man sollte sich für dieses Buch auf jeden Fall Zeit nehmen, auch wenn man nur so durch die Seiten fliegt. Trotzdem oder gerade deshalb ist es lesenswert, auch wenn ihr garantiert ein Päckchen Taschentücher benötigen werdet.

5/5

Eckdaten


„Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel“ von Amanda Prowse// Piper Verlag // Oktober 2015 // 384 Seiten // Taschenbuch // ISBN: 978-3-492-30783-3// Preis: 9,99€

Über die Autorin


Amanda Prowse kündigte vor fünf Jahren ihren Job als Unternehmensberaterin, um sich fortan nur noch dem Schreiben zu widmen. All ihre Bücher haben drei Dinge gemeinsam: Sie halten uns nachts davon ab, die Nachttischlampe auszuknipsen. Sie erzählen Geschichten, die mitten aus dem Leben gegriffen sind. Sie bewegen uns zutiefst und rühren uns zu Tränen.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Piper Verlag