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Klappentext


Die heimischen Wälder verwöhnen uns nicht nur mit ihrer wohltuenden Atmosphäre, sondern schenken uns auch aromatische Schätze, die wir sammeln und für uns nutzen dürfen.
Aus Nadeln, Rinden, Blättern und Früchten verschiedener Bäume und Waldpflanzen stellt Autorin Doris Kern Produkte für Gesundheit und Körperpflege her, aber auch schmackhafte Gustostückerl oder liebevolle Dekorationen. Altes Wissen wird dabei neu und kreativ interpretiert. Holen Sie sich die Kraft des Waldes in Ihr Zuhause!

Von der Zirpen-Bodybutter über den Fichtenwipfel-Sirup und heilsame Räuchermischungen bis hin zum Holunderbeerenpunsch – über 80 Rezepte verleiten zum Nachmachen und Ausprobieren.

Meine Meinung


 

Schon seit einigen Jahren verfolge ich das liebevoll gestalteten Blog von Doris Kern. Deshalb war es für mich auch keine Überraschung, dass ihr neues Buch „Aromatischer Wald“ ebenso liebevoll und kreativ gestaltet ist.

Als erstes überrascht das handliche Format. Gerade mal 15,7 cm x 12 cm passt es in jede Tasche und lässt sich somit jederzeit auf einen Spaziergang durch den Wald mitnehmen. Das Cover hat in der Mitte ein rundes Loch ausgestanzt, durch welches wir auf den Titel schauen dürfen. Die Bilder sind allesamt liebevoll ausgewählt und gestaltet, so dass man schon beim Blättern Lust auf einen Spaziergang mit einem Korb zum Sammeln bekommt.

Die Autorin stellt uns 13 verschiedene Bäume und den Waldboden vor. Am Anfang jedes Kapitels wird der beschriebene Baum kurz vorgestellt. Für was ist er bekannt, was sind seine Besonderheiten und auf was sollte man achten. Anschließend findet man tolle Ideen, was man aus Teilen des Baumes machen kann. Das reicht von Tinkturen über Liköre, Cremes und Körperöle – selbst eine Idee für den Adventskalender ist dabei. Die Anleitungen sind sehr verständlich geschrieben und auch für Ungeübte machbar.

Sehr hilfreich ist gleich vorab der Sammelkalender. Hier kann ich auf den ersten Blick erkennen, in welchem Monat ich was sammeln kann.

Folgende Bäume werden vorgestellt:Birke, Eberesche, Eiche, Fichte, Schwarzer Holunder, Kiefer, Mistel, Tanne, Wacholder, Walnuss, Weide, Weißdorn, Zirbe und verschiedene Pflanzen, welche auf dem Waldboden wachsen.

Allerdings hätte ich auch zwei Kritikpunkte. Zum einen steht zum Beispiel der Wacholder in Deutschland auf der roten Liste und somit unter Naturschutz. Dies hätte man in dem Kapitel erwähnen sollen, damit man sich vorher erkundigt und nicht verbotener Weise Teile dieses Baums sammelt. Ebenso sollte man darauf hinweisen, dass es doch giftige Bäume und Pflanzen gibt, welche leicht mit den vorgestellten verwechselt werden können und man sich deshalb schon genauer auskennen sollte. Gerade im Frühjahr, wenn man für den Maiwipfelhonig sammeln geht, kann man schon mal die frischen Triebe der giften Eibe erwischen. Auch der Bärlauch ist oft umgeben von Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen. Hier sollte man schon genau hinschauen.

Fazit


Das Buch ist für alle Freunde der Natur ein wahres Schätzchen. Tolle Ideen, einfache Anleitungen und eine wunderschöne Gestaltung. Das Format ist optimal zum Mitnehmen und die Ideen lassen sich sehr gut umsetzen. Ich werde auf jeden Fall einiges aus diesem Buch noch nachmachen. „Aromatischer Wald“ lädt ein, sich wieder stärker mit der Natur auseinander zu setzen und sich auf seine Wurzeln zu besinnen.

4/5

Eckdaten


„Aromatischer Wald“ von Doris Kern // Verlag Anton Pustet // September 2020 // 256 Seiten // Gebunden // ISBN: 978-3-7025-0989-7 // Preis: 22,00 €

Über den Autor


Doris Kern, geboren 1983 in Linz, studierte an der FH Hagenberg Informatik und arbeitet heute als Projektmanagerin in der IT-Branche. Den Ausgleich zur Technik findet sie in der Natur: Kräuter, alte Hausmittel und Naturkosmetik stehen im Fokus ihrer Leidenschaft. In zahlreichen Ausbildungen, darunter TEH® Praktiker, TEH® Naturapotheke oder im Lehrgang zum Kosmetikhersteller vertiefte sie ihr Wissen und gibt es in Kursen weiter. In ihrem Blog Mit Liebe gemacht veröffentlicht sie Rezepte und Anleitungen rund um das Thema Natur.

Eure Sarah von Bloggerhochzwei

Bildrechte: Verlag Anton Pustet